Hören Sie auf zu Rauchen!

Viele Menschen achten heute viel mehr auf Ihre Gesundheit als in der Vergangenheit. Das gilt natürlich für Ernährung, Sport, aber auch für Genussmittel; Und Zigaretten gehören natürlich dazu.

Jeder weiß, dass das Rauchen von herkömmlichen Zigaretten eine Vielzahl an negativen Auswirkungen auf unseren Körper und unsere Gesundheit hat. Dazu gehören nicht nur Lungenkrebs und die chronische Lungenüberblähung (COPD), sondern auch alle anderen Krebsarten und viele Gesundheitsprobleme sind mit dem Rauchen assoziiert. Raucher haben weiterhin ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Viele dieser negativen Eigenschaften herkömmlicher Zigaretten werden durch Tabakverbrennungs­produkte und Nikotinabbauprodukte, sowie Teer und Kohlenmonoxid verursacht. Wir wollen kurz einige ausgewählte Methoden zur Raucherentwöhnung näher betrachten.

Kalter Entzug

Die bekannteste, aber auch härteste Methode mit dem Rauchen aufzuhören, ist der kalte Entzug. Damit ist gemeint, dass man von einem Tag auf den anderen sofort vollständig mit dem Rauchen aufhört. Je nachdem, wie viele Zigaretten man innerhalb einer Woche oder eines Tages raucht und in welchem Umfeld man pflegt zu rauchen, ist diese Methode leichter oder schwerer umzusetzen.

Neben der körperlichen Abhängigkeit vom Nikotinkonsum kommen psychische Faktoren hinzu. Dazu gehören Gruppenzwang, Gewohnheiten und das Etwas-zu-tun-haben. Vor allem letzteres ist häufig der Grund dafür, dass viele an Gewicht zulegen, wenn sie mit dem Rauchen aufhören. Wenn Sie wirklich vom Nikotinkonsum loskommen wollen ist der kalte Entzug ein probates Mittel, wenn Sie wirkliche, innere Stärke zeigen und es allen beweisen wollen.

Nikotinpflaster und andere Nikotinersatzmittel

Der Ansatz von Nikotinpflastern ist das Zuführen des abhängig machenden Nikotins in einer anderen Form, um zuerst die psychische Abhängigkeit zu besiegen. Dadurch soll sich die Entwöhnung einfacher gestalten, als durch den direkten kalten Entzug. Sie müssen sich nur noch vom warmen Gefühl im Hals und in der Lunge, dem Gruppenzwang und Ihren Gewohnheiten frei machen und schon können Sie den nächsten Schritt wagen.

Nikotinpflaster sind anerkannte, probate Mittel zur Raucherentwöhnung, jedoch man nur eine geringe Wirksamkeit nachweisen, wenn Sie nicht durch andere Maßnahmen begleitet werden. Diese Maßnahmen sind die Änderung der Lebensgewohnheiten oder auch die psychische Betreuung.

Selbst wenn man schafft, die psychische Abhängigkeit zu überwinden, fehlt am Ende immer noch der Schritt, auch die Nikotinabhängigkeit zu überwinden. Die Erfolgsrate der Raucherentwöhnung mit Hilfe von Nikotinpflastern liegt weit unter einem Drittel und damit nicht höher als die beim kalten Entzug, was auch verschiedene Studien nahelegen. Auch andere Nikotinersatzmittel wie Kaugummis oder auch Lutschbonbons helfen kaum mehr Nikotinpflaster.

E-Zigaretten zur Rauchentwöhnung

Ein neuer Ansatz zur Entwöhnung vom Rauchen ist die Verwendung von E-Zigaretten. Diese liefern ähnlich zu Nikotinpflastern das Nikotin in einer anderen Form an den Körper des Nutzers. Im Gegensatz zu den anderen Methoden haben aber E-Zigaretten ein mit Zigaretten vergleichbareren Look-and-Feel.

Sie müssen sich daher weniger bei Ihren Freunden erklären, die nicht verstehen können, dass Sie mit dem Rauchen aufhören wollen. E-Zigaretten verdampfen eine Flüssigkeit, die man auch als E-Liquid oder Juice bezeichnet. Es enthält vor allem Wasser, Polyethylenglycol oder Glycerin, verschiedene Geschmacksstoffe und mehr oder weniger Nikotin. Einer der größten Vorteile liegt in dieser vollständig definierten Zusammensetzung, die sich leicht chemisch kontrollieren lässt.

Tabak ist hingegen ein Naturprodukt und ein vielfältiges Gemisch verschiedener Substanzen. Da diese Substanzen noch dazu verbrannt werden, bilden sich neue Verbindungen und andere werden abgebaut, was viele neue, meist krebserregende Stoffe hervorbringt. Im Gegensatz dazu enthält das Liquid nur wenige Ausgangsstoffe und wird lediglich verdampft. Dadurch atmet man nur diese Substanzen ein. Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist, dass man als Dampfer unbeteiligte Mitmenschen weniger gefährdet, da ein Passivdampfen analog zum Passivrauchen nicht möglich ist und man damit seine Umwelt schützen kann.

Durch die Verwendung einer E-Zigarette ist man auch nicht mehr an die Zigarette als Einheit gebunden, d.h. wenn man nur einen Zug nehmen will, dann ist das problemlos und ohne Verschwendung möglich. E-Liquids sind in einer Vielzahl von Geschmacksrichtungen erhältlich und meist gibt es diese mit verschiedenen Nikotingehalten: als besonders stark, mittel, leicht und ultraleicht. Bei allen Marken gibt es zusätzlich oft eine ganze Palette an nikotinfreien E-Liquids, so dass man sogar ohne das abhängig-machende Nikotin auskommen oder zumindest den Konsum langsam reduzieren kann.

E-Zigaretten sind von den etablierten Gesundheitsorganisationen nicht als Mittel zur Raucherentwöhnung anerkannt, da sie im Gegensatz zu Nikotinpflastern nicht direkt den vollständigen Entzug im Blick haben. Dennoch haben Sie eine sehr hohe Erfolgsquote (ca. 50%), wenn man den Konsum herkömmlicher Zigaretten betrachtet. Die Hälfte aller Umsteiger raucht keine oder sehr viel weniger herkömmliche Zigaretten.